Veganismus: Mehr als nur eine Ernährungsform

Die durchschnittlichen Österreicher sind echte Fleischtiger. Egal ob gegrillt, gebraten, paniert oder als Wurst zur Jausenzeit – Alles kommt auf den Teller. Laut einer Studie des WWF Österreich werden in einem Jahr 60,5kg Fleisch pro Person verspeist. Somit hat dieses Lebensmittel herkömmlich gesehen einen großen Stellenwert in der heimischen Küche. Während sich der Trend zunehmend zu einem bewussten Genuss von qualitativ hochwertigen und regionalen Fleisch entwickelt, müssen die Risiken eines übermäßigen Konsums auf die Gesundheit und die Auswirkungen auf die Umwelt diskutiert werden. Insbesondere wollen wir aufzeigen, dass eine vegane Ernährung eine einfach realisierbare Alternative ist von der nicht du als Einzelperson profitierst, sondern die gesamte Gesellschaft.


Einfluss auf den Klimawandel

Die Produktion, die Gewinnung, die Verarbeitung und der Konsum von Fleisch, als tierisches Lebensmittel, ist verantwortlich für die Emission von enormen Mengen an schädlichen Treibhausgasen. Hierbei ist es nicht ausreichend den ökologischen Fußabdruck des einzelnen Nutztiers zu untersuchen, sondern es muss zu einer Evaluierung der vor- und nachgelagerten Aktivitäten kommen. Eine solche holistische Betrachtung führt zur Schätzung, dass Fleisch mit 27 Kilo CO2 pro Kilo eine vergleichsweise schlechte Ökobilanz aufweist. Pro Person und Jahr ergibt das somit einen CO2 Ausstoß von 1,63 Tonnen. Ausgehend davon, dass ein durchschnittlicher Österreicher 7,15 Tonnen CO2 pro Jahr produziert, führt dies zu einem prozentualen Anteil von rund 23%. Eine vegane Ernährung garantiert nicht nur eine gleichwertige Versorgung mit relevanten Nährstoffen sondern ebenfalls eine deutlich geringere Belastung der Umwelt aufgrund des Konsums von regionalen, saisonalen Lebensmitteln. Ausführlichere Informationen zu diesem Thema findest du in unserem Newsletter!


Einfluss auf die Gesundheit

Der Verzehr von Fleisch und anderen tierischen Lebensmitteln hat historisch gesehen eine relativ untergeordnete Rolle in der Form des klassischen Festtagsbraten angenommen. Erst das Aufkommen der industriellen Massentierhaltung führte aufgrund der massiv gesunkenen Kosten zu dem übermäßigen Fleischkonsum unserer Zeit. Dieser fällt zu Lasten der individuellen Gesundheit und kann aus Auslöser einer Pandemie von kardiovaskulären Erkrankungen bezeichnet werden. Fleischesser sind überproportional häufiger von Adipositas und erhöhten Cholesterin-Werten betroffen. Darüber hinaus wird das primär im roten Fleisch vorhandene L-Carnitin während der Verdauung in den Stoff Trimethylamin-N-Oxid TMAO umgewandelt. Personen mit einem erhöhten TMAO-Spiegel sind 2,5-fach häufiger von kardiovaskulären Erkrankungen in der Form von Schlaganfällen oder Herzinfarkten betroffen, welche als primäre Todesursache in der entwickelten Welt angesehen werden. Während sich der Irrglaube, dass Fleisch einen essentiellen Stellenwert in der Ernährung haben muss, hartnäckig hält, weisen vegane Personen eine deutlich niedrigeren bis kaum vorhandenen TMAO-Spiegel auf, wodurch eine Vielzahl der Zivilisationskrankheiten präventiv verhindert werden. Ausführlichere Informationen zu diesem Thema findest du in unserem Newsletter!